Berliner Regierungsviertel wegen Veranstaltungen am Sonntag gesperrt
Am Sonntag bleiben große Teile des Berliner Regierungsviertels wegen sicherheitsrelevanter Veranstaltungen gesperrt. Die Maßnahmen gelten bis zum frühen Abend.
In Berlin, der Stadt, die nie stillzustehen scheint, könnte man meinen, dass der Sonntag ein ruhiger Tag ist. Doch am kommenden Sonntag wird das Gegenteil der Fall sein. Große Teile des Regierungsviertels werden für die Öffentlichkeit unzugänglich sein, und das aus einem guten Grund — der Sicherheit.
Die Sperrungen wurden bereits vor Tagen angekündigt, doch nun, da der Tag näher rückt, sind die Auswirkungen der Maßnahme spürbar. Local Residents, die an einem entspannten Spaziergang durch die Straßen von Mitte gedacht haben, wurden vor den Kopf gestoßen. Schließlich hat niemand gerade Lust, sich durch Absperrungen und umgeleitete Verkehrsströme zu kämpfen, nur um ein Stück des Brandenburger Tors zu erhaschen.
Doch es sind nicht einfach nur die Touristen, die betroffen sind. Auch die ansässigen Beamten und Regierungsangestellten müssen sich auf kreative Umwege einstellen. Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft, der vorhatte, seine Sonntagszeit mit einem kleinen Stadionbesuch zu verbringen, murmelte etwas von „Sicherheit geht vor, aber das ist schon ärgerlich“. Man kann sich vorstellen, dass in den Fluren des Ministeriums die Diskussionen über solche Maßnahmen in vollem Gange sind.
Ein Tag voller Aktivitäten
Die tatsächlich stattfindenden Veranstaltungen sind, wie immer, ein gut gehütetes Geheimnis. Offenbar könnte es sich um eine Kombination aus sportlichen und kulturellen Events handeln, die sowohl Einheimische als auch Touristen anziehen sollen. Vielleicht ein Straßenfest voller Klänge, Farben und – was könnte wichtiger sein – Essen. Wer weiß das schon?
Die Berliner tun, was sie am besten können: Debattieren. An jeder Straßenecke stehen kleine Gruppen und unterhalten sich über die Vorzüge der Sperrungen. "Es ist nötig für die Sicherheit", sagt die eine Gruppe, während eine andere entgegnet: "Ja, aber wo bleibt das spontane Leben?"
Die ganze Situation hat einen gewissen Charme — der Charme einer Stadt, die es versteht, ihre Bürger und Besucher gleichermaßen zu faszinieren und zu frustrieren. Schließlich hat jeder in Berlin seine eigene Meinung über alles, und die Sperrung des Regierungsviertels ist da keine Ausnahme.
Um die Ablenkung noch zu verstärken, wird der Verkehr umgeleitet, was nicht nur die Autofahrer, sondern auch Radfahrer und Fußgänger in Schwierigkeiten bringt. Die Strategien zur Umgehung der Absperrungen könnten zu einem neuen Kulturphänomen werden: dem „Sperrungs-Challenge“, bei dem die Teilnehmer versuchen, das Regierungsviertel mit möglichst wenig Umwegen zu durchqueren.
Wie viele dieser Events in Berlin wird auch dieses Ereignis nach einigen Stunden vorbei sein. Der Sonntag wird enden, die Absperrungen werden wieder aufgehoben und das Regierungsviertel wird zu seinem gewohnten, geschäftigen Selbst zurückkehren. Aber bis dahin bleibt die Frage: Ist der Aufwand die Sperrungen wirklich wert? Die Berichterstattung der nächsten Woche wird es zeigen.